Die Fachtagung Verwaltungsinformatik (FTVI) und die Fachtagung Rechtsinformatik (FTRI) finden vom 14. bis 16. März 2012 in Friedrichshafen statt. Sie trägt den Titel “Staat und Verwaltung auf dem Weg zu einer offenen, smarten und vernetzen Verwaltungskultur“.
Die Tagung beschäftigt sich vor allem mit Themen rund um eGoverment, eParticipation sowie Open Government und Open Data. So berichtet beispielsweise die Stadt St. Gallen über ihre Social Media Aktivitäten; und auch die FHS St. Gallen ist aktiv im Programm vertreten.
Ziel der Tagung ist “einen richtungsweisenden Dialog zwischen Wissenschaft und Verwaltungspraktikern, Rechtspraktikern und Beratern zu fördern, indem Erfahrungen analysiert und Umsetzungsstrategien aufgezeigt werden.”
Im Vorfeld findet das wissenschaftliche Symposium: „Gute E-Government-Forschung“ der Wissenschaftlichen Gesellschaft Digital Government und des Hochschulkollegs der Alcatel-Lucent Stiftung für Kommunikationsforschung statt.
Die Open Data – Bewegung nimmt auch in der Schweiz an Fahrt auf. Nach der ersten Open Government Data – Konferenz im Juni ist jetzt das erste Open Data Camp für mehr direkte Datendemokratie in der Schweiz angekündig worden: Der erste Schweizer Open Data Hackathon findet vom 30. September – 1. Oktober 2011 parallel in Lausanne und Zürich statt.
“Die Anlässe bringen Denker und Macher zusammen. Sie alle sind daran interessiert, mehr staatliche Daten frei zugänglich zu haben. Engagierte Designer, passionierte Entwickler sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger treffen sich, Fachwissen und gesellschaftliches Engagement finden zueinander. Mit Gespür für interessante Fragen und Design-, Daten-, Web– und Mobile-Kompetenz erforschen sie, wohin uns Open Data auch hier in der Schweiz führen kann.” (Quelle)
Weitere Informationen sind via der Website makeopendata.ch verfügbar.
Am 24. Juni 2011 fand in Bern die erste nationale Veranstaltung zum Thema Open Government Data statt (Ankündigung), die opendata.ch 2011. Das Interesse war sehr gross, die Veranstaltung mehr als ausgebucht. Initiantin der Veranstaltung ist die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit, Mitveranstalter das Schweizerische Bundesarchiv. Dementsprechend fand die Konferenz auch eine breite Resonanz in den Medien.
Die Konferenz hat eindrücklich aufgezeigt, welche Potentiale Open Data – Anwendungen für den Bürger und somit auch für Gesellschaften haben können, sie machte aber auch deutlich, welche Herausforderungen auf den verschiedenen Ebenen – politisch, rechtlich, technisch, organisatorisch, etc. – bestehen.
Es folgt eine Auswahl der Reaktionen, die Präsentationsunterlagen sind zwischenzeitlich Online verfügbar:
Am vergangenen Sonntag hat die die Bürgerschaft der Stadt St. Gallen über das Projekt zur Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt abgestimmt. Bei einer Beteiligung von 46.8% der Stimmberechtigten wurde die städtische Vorlage mit 11177 zu 9785 Stimmen abgelehnt.
Gemäss TAGBLATT hat es einen heftigen Abstimmungskampf gegeben.
Gegenwärtig wird allenthalben eine verstärkte Bürgerbeteiligung in politischen Prozessen gefordert. Als Mittel dazu werden vor allem die Werkzeuge der Social Media als geeignet angesehen, also Facebook, Twitter und Co. In diesem Kontext wird auch von ePartizipation (eParticipation) gesprochen.
In den letzten beiden Wochen vor der Abstimmung haben wir den Abstimmungskampf in den Online- und Social Media beobachtet. Nachdem die Marktplatzgestaltung etwas sehr greifbares für jeden stagller Bürger ist, lag die Vermutung nahe, dass die durchaus intensive Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern sich auch Online reflektiert.
Am 24. Juni 2011 findet in Bern die erste nationale Veranstaltung zum Thema Open Government Data statt.
Initiantin der Veranstaltung ist die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit, Mitveranstalter das Schweizerische Bundesarchiv.
Aus der Ankündigung:
“ “Open Government Data” hingegen steht für die aktive Bereitstellung nicht gesetzlich geschützter Datenbestände zur freien Einsichtnahme und Wiederverwendung. Dadurch eröffnet sich in drei Richtungen grosses Potential: Potential für Transparenz, Innovationen und Kosteneinsparungen.
Diesen Chancen, den Best Practices sowie den heutigen Herausforderungen geht die Konferenz am Freitag, 24. Juni 2011 im Schweizerischen Bundesarchiv in Bern nach. An dieser ersten nationalen Veranstaltung zum Thema Open Government Data werden namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft über ihre Erfahrungen mit der Publikation und breiter Nutzbarmachung von Behördendaten berichten.”
Weitere Links:
- Website: opendata.ch 2011 Konferenz
- Konferenzprogramm (download)
- Ankündigung opendata.ch 2011 Konferenz
- Das Thema Open Government auf dem FHS eSociety Blog
Im Echo der Zeit auf Radio DRS vom 26. April 2011 berichtet der Redaktor Silvio Liechti über die Social Media Aktivitäten der Stadt St. Gallen: “Twittern in Verwaltungen“.
Für den Beitrag wurde auch Hans-Dieter Zimmermann von der FHS St. Gallen befragt.
Bildquelle: Stadt St. Gallen
Das Thema Open Government ist gegenwärtig in aller Munde. In diesem Kontext waren vom 4. Nov. bis 12. Dez. 2010 die Zürcherinnen, Zürcher sowie eZürich-Interessierte aufgefordert, Ideen zur digitalen Zukunft von Zürich zu entwickeln.
Gemäss dem Ergebnisbericht wurden 612 Ideen eingereicht und über 1000 Kommentare dazu abgegeben. Die Gewinner des Ideenwettbewerbs wurden von den 1223 registrierten Benutzern gewählt: Diese sind “Complisternli“, “DynabookZ” und “eZürich in Politik und Verwaltung verankern“. Damit kommen die Projektideen zwar aus unterschiedlichen Bereichen, decken aber weniger technische oder ökonomische als vor allem soziale und gesellschaftspolitische Themenfelder ab: eInclusion (von Älteren und Schulkindern) und eParticipation.
Nach dem Terroranschlag in Stockholm liess der schwedische Aussenminister @carlbildt via Twitter verlauten:
“Twitter is part of the open diplomacy that is a part of the modern world. Not everyone likes it. Some didn’t like the Internet either. Or the steam engine…” (Quelle)
Eine neue Form der offenen Kommunikation in der Politik!
Die Öffnung von Regierungen und Verwaltungen gegenüber der Bevölkerung und der Wirtschaft wird als Open Government bezeichnet. Was Open Government konkret für die Regierenden und die Regierten, die Bürger, aber tatsächlich heisst, wie es das Verhältnis zwischen Regierungen und Bürgern verändert, dass ist noch nicht wirklich abzusehen. Der Transparenz-Kreislauf versucht die verschiedenen gesellschaftlichen Instanzen, ihre Rollen und ihr Zusammenspiel für einen transparenten Staat aufzuzeigen. Die verschiedenen Begrifflichkeiten wie Government 2.0, Open Data Government oder Open Government sind weder trennscharf definiert noch werden sie überall gleich interpretiert.
Die Öffnung von Regierungen und Verwaltungen gegenüber der Bevölkerung und der Wirtschaft wird als Open Government bezeichnet. Ziele sind vor allem mehr Transparenz und mehr Teilhabe (eParticipation), eine intensivere Zusammenarbeit, mehr Innovation und einer Stärkung gemeinschaftlicher Belange.
Open Government geht damit weit über den Begriff eGovernment hinaus, der vor allem die Digitalisierung der Kommunikations- und Transaktionsprozesse zwischen Staat und Bürgern zum Ziel hat: Es geht viel mehr um eine neue Rollen- und Verantwortungsteilung zwischen Politik, Staat, Wirtschaft und Bürgergesellschaft.
In dem Artikel Introducing the Cycle of Transparency beschreibt Jake Brewer von der Sunlight Foundation die verschiedenen gesellschaftlichen Instanzen, ihre Rollen und ihr Zusammenspiel für einen transparenten Staat im “Cycle of Transparency“.
“This “Cycle of Transparency” demonstrates, in one image, the specific actions and the variety of actors that need to work together to create the open, transparent government we seek. We hope this graphic can be a useful tool in thinking about how to make city, state, federal, and even international governments more transparent.“



