quartierpalaverDas Projekt urbain Rorschach (2008-2012) ist ein nationales PilotprojektProgramm Projets urbains – Gesellschaftliche Integration in Wohnquartieren – zur Aufwertung der Wohn- und Lebensqualität. Unter dem Titel „Mehr Präsenz im Quartier“ soll diesem Projekt im ersten Halbjahr 2010 neuer Schwung verliehen werden.

Den Anfang macht das Storytelling-Projekt quartierpalaver.ch: 56 Studierende der FHS St.Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit, versuchen im Rahmen eines Medienseminars der Bevölkerung Stimme und Gesicht zu verleihen. Die Studierenden sammeln Quartiergeschichten, die in im Blog  quartierpalaver.ch veröffentlicht werden. Am Mittwoch, 24.3.2010, wird der Blog von 12.30 – 13.30 h auf der Strasse live betrieben: Offline meets Online. Quartierbewohner/innen können dann direkt ihre Geschichten berichtigen, ergänzen oder löschen oder neue Geschichten erfassen.

Eine weitere gelungene Idee, um die Informationsgesellschaft greifbar zu machen: Think Global, Act Local.

44510298_94d217a4e6_bIch bin schon drin, oder was?” fragte Boris Becker 1999 in einem Werbespot eines Internet Providers. Seitdem sind mehr als zehn Jahre vergangen und man könnte den Eindruck gewinnen, fast alle sind schon drin im Internet und sind somit in irgend einer Form Teilnehmer an der Informationsgesellschaft. Eine jüngst publizierte Studie hat offenbahrt, dass vor allem die Älteren in der Schweiz nicht drin sind, d.h. oft noch Offliner sind, es also einen digitalen Graben der Generationen gibt.

Eine aktuelle Studie aus Deutschland hat jetzt für eine gewisse Ernüchterung aber auch Klarstellung gesorgt, angekündigt wurden via Twitterspannende Ergebnisse“.

Suggerieren Werbesport wie der o.g. und viele Medien inzwischen den Eindruck, dass (fast) alle drin sind und dies gleichbedeutend mit der Teilhabe an der Informationsgesellschaft sei, so wird dies durch die Studie “Die digitale Gesellschaft in Deutschland – Sechs Nutzertypen im Vergleich” stark relativiert. Die Pressemitteilung vom 18. März 2010 trägt die Überschrift “Große Mehrheit der Deutschen ist nicht Teil der digitalen Gesellschaft“. Die Studie wurde von der Initiative D21 in Auftrag gegeben;  methodisch wurden für die Studie insgesamt 1014 Telefoninterviews Ende 2009 in Deutschland durchgeführt, die Stichprobe ist repräsentativ (vgl. S. 6 der Studie).

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OpinionSpaceEin wichtiges Element der entstehenden eSociety ist die Nutzung der modernen Mittel der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für einen effizientere, transparentere und interaktivere öffentliche Verwaltung. Der Bürger soll teilhaben können an den verschiedenen Prozessen der Bürgergesellschaft. Diese Entwicklungen bezeichnet man mit Begriffen wie eGovernment, eParticipation oder eDemocracy.

Neben den notwendigen Strategien zählt vor allem die Umsetzung. Der Einsatz moderner IKT und neuer – ‘Web 2.0′ – Medien allein reicht aber nicht, um die Bürger zum mitmachen zu motivieren. Zwar sind viele Informationen und auch Interaktionsmöglichkeiten heute bereits Online verfügbar, aber sie werden zu wenig genutzt. Die entsprechenden Anwendungen müssen entsprechend attraktiv gestaltet, einfach zu handhaben und vor allem nutzbringend sein.

Ein interessantes Projekt hat Anfang dieser Woche das US Aussenministerium gestartet: Mit dem “Opinion Space” sollen “Amerikaner wie Bewohner der restlichen Welt die Möglichkeit haben, nicht nur ihre Sorgen über aktuelle Probleme abzuladen, sondern der Regierung auch Lösungsvorschläge zu unterbreiten.” [FAZ.NET 16.3.2010] Es sind fix fünf Fragenkomplexe vorgegeben, weitere sollen monatlich dazu kommen.

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Die 8. High Level eHealth Conference 2010 steht unter dem Generalthema “eHealth for Sustainable Healthcare Delivery: global challenges through local actions” und findet gegenwärtig in Barcelona statt. Eröffnet wurde die Konferenz heute von Neelie Kroes, seit Februar 2010 Vizepräsidentin der EU Kommission und  EU-Kommissarin für die Digitale Agenda.

In ihrem Eröffnungsreferat kündigte sie “a new era in eHealth” an. Dabei setzte sie drei Schwerpunkte für zukünftige Entwicklungen im Bereich eHealth:

  1. Stärkung des Patientenselbstmanagements
  2. Schaffung von Arbeitsplätzen im Bereich eHealth durch dessen Stärkung
  3. Stärkung der Kollaboration zwischen allen Partnern im Gesundheitswesen: “success will only come from a truly joint effort“.

Die FHS St. Gallen arbeitet bereits in verschiedenen Projekten interdsiziplinär im Bereich eHealth und sieht hier ebenfalls ein grosses Potential. Das Projekt SEMPER beschäftigt sich z.B. explizit mit dem Patientenselbstmanagement; weitere Projekte sind konkret in Vorbereitung, die beispielsweise die Konzepte sozialer Medien und virtueller Gemeinschaften mit verfügbaren Technologien in der Sensortechnik verknüpfen und Anwendungen im Bereich des “Selbstmanagements”, z.B. von Patienten oder Senioren, ermöglichen werden.

In allen Aktivitäten setzten die Aktivitäten der FHS St. Gallen auf Kollaboration und interorganisationale Vernetzung der Partner.

Somit liegen unsere eHealth – Aktivitäten im Focus der heute von der EU Kommisarin genannten eHealth Schwerpunkte der EU.

3382977725_519a106d2aDas Internet und seine diversen Dienste sind zentrale der entstehenden Informationsgesellschaft (eSociety). Die neuen Medien verändern Branchen und lassen neue Branchen im Rahmen der Konvergenz entstehen; traditionellen Geschäftsmodelle wird die Grundlage entzogen, neue Geschäftsmodelle entstehen.

Besonders davon betroffen ist die Medienindustrie. Dies wird an den Entwicklungen in der Musikindustrie der vergangenen Jahre sehr deutlich. Aktuell sind vor allem die Zeitungen unter besonderem Druck. Nicht nur dass die Entwicklungen der neuen Medien das traditionelle Geschäftsmodell von Zeitungen in Frage stellen, die Wirtschaftskrise hat den Druck auf die Medienhäuser massiv verstärkt.

Im Rahmen der FHS Veranstaltungsreihe wOrt 2010: Wissen vor Ort hat Hans-Dieter Zimmermann unter dem Titel “Die digitale Kulturrevolution – haben Bücher und Zeitungen ausgedient?” diese Entwicklungen in der Breite diskutiert.

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2390299307_df5764281fIn der entstehenden eSociety spielt das Internet eine zentrale Rolle. Deswegen ist es ein wichtiges gesellschaftspolitisches Ziel, diese Infrastruktur möglichst allen Menschen zugänglich zu machen. e-Inclusion, die “Informationsgesellschaft für alle” steht auf den politischen Agenden der Schweiz oder Europa.

“«eInclusion» will die Teilhabe aller Menschen und Gruppen an allen Aspekten der Informationsgesellschaft fördern, der «digitale Graben» soll überwunden werden.”
[Zugang für alle]

Längst sind aber nicht alle an Bord, auch nicht in der Schweiz. Eine aktuelle Studie hat jetzt den “digitalen Generationengraben” in der Schweiz analysiert. Die Studie wurde durchgeführt von der Universität Zürich im Auftrag von Pro Senectute Schweiz und mit Unterstützung des BAKOM. Im Mittelpunkt stehen die Hindernisse der IKT-Nutzung älterer Menschen.

Zwar nutzen ältere Menschen mit steigender Tendenz das Internet, aber aktuell sind es in der Schweiz bisher nur 38% der über 65-Jährigen, die das Netz nutzen. Eine zentrale Frage muss demnach sein, warum es noch so viele Offliner gibt in dieser Bevölkerungsgruppe. Die Studie gibt auch hierzu Auskunft.

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ifsa_FBDas IFSAInstitut für Soziale Arbeit – an der FHS St. Gallen beschäftigt sich in Forschung, Dienstleistung und Ausbildung seit geraumer Zeit mit den Wechselwirkungen zwischen der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und gesellschaftlichen und sozialen Aspekten. Bereits seit März 2006 besteht der infsablog.

Jetzt hat das IFSA seine Aktivitäten im Social Web weiter ausgebaut: So wurde eine eigene Facebook Gruppe eingerichtet und das Institut ist bei GoogleBuzz präsent.
Ein Sozialinformatik-Events 2010 #sivent findet am 29. April 2010 in Rorschach statt.

Weitere Informationen sind im Beitrag IFSA-FHS im SocialWeb nachzulesen.

2949828448_47100de5b9Das veränderte Informationsverhalten von uns Konsumenten ist Thema einer aktuelle Studie aus den USA: “Understanding the participatory news consumer” wurde Anfang März 2010 von Pew Internet publiziert. Die Studie basiert auf 2259 durchgeführten Telefoninterviews mit US-amerikanischen Konsumenten über 18 Jahren, das Sample ist repräsentativ.

Die New York Time fasst die Ergebnisse so zusammen: “The New News Junkie Is Online and On the Phone“.

Die Studie zeigt deutlich, dass es einerseits mit der Loyalität der Nachrichtenkonsumenten zu einer Nachrichtenquelle, z.B. einer Zeitung, vorbei ist. 92% der US-Amerikaner nutzen demnach unterschiedliche Platformen und Formate, um an Nachrichten zu gelangen: Nationales und lokales TV, Internet, naionale und lokale Zeitungen und Radio. 46% der Befragten beziehen ihre Nachrichten von vier bis sechs unterschiedlichen Medien, meist einem Mix aus On- und Offline Quellen.

Andererseits werden Nachrichten nicht mehr bewusst konsumiert, sondern eher zufällig: “They seem to access news when the spirit moves them or they have a chance to check up on headlines.” Dieses Verhalten ist sicher auch eine Konsequenz der Vielfalt der konsumierten Medien; dies wird belegt durch die Erkenntnis, dass die Konsumenten kaum favorisierte Websites haben, auf denen sie sich informieren.

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2844871634_156d26aab7Während die elektronische Gesundheitsakte in der Schweiz und in den europäischen Nachbarländern vor allem aus gesundheitspolitischer und datenrechtlicher Sicht diskutiert wird und Pilotversuche eher schleppend und zögerlich verlaufen, scheinen in den USA die Personal Health Records (PHR) durchaus in der Realität der Menschen angekommen zu sein:

Personal health records have become a reality for millions of Americans” [www.ehealtheurope.net 1. März 2010]

Die elektronische Gesundheitsakte bzw. der PHR sammelt und verwaltet gesundheitsrelevante Informationen einer Person elektronisch; die Daten befinden sich im Besitz der jeweiligen Person.

Im Vorfeld der HIMSS10 – Healthcare IT Conference and Exhibition 2010 wurden die PHRs auf einem Symposium diskutiert. Darüber berichtet www.ehealtheurope.net in einem Beitrag vom 1. März 2010.

Die wichtigsten Anbieter integrierter Gesundheitssysteme sind in den USA demnach Kaiser Permanente, die US Veterans Association sowie der die Versicherung Aetna. Diese drei Firmen verwalten bis dato mehr als 10 Millionen PHRs. Weitere prominente Anbieter sind Microsoft HealthVault and Google Health.

Gemäss dem Bericht besteht eine starke Nachfrage nach PHRs, da ein klarer Nutzern erkennbar sei. Die grösste Nutzergruppe sin die  50-65-jährigen, die “ageing baby boomers”. Insbesondere für chronisch Kranke sind PHRs von grossem Nutzen.

The trick is to get patients started using them, argued David Fitzgerald of Aetna. ‘Once they are engaged, the better the results.‘ ”

Vollständiger Artikel: “Boomers lead on personal health records” [www.ehealtheurope.net 1. März 2010].

Bildquelle: flickr.com/robertdx (CC Lizenz)