Wie mit sozialen Netzwerken in öffentlichen Einrichtungen umgegangen werden sollte, ist in der aktuellen Publikation eines Kieler Wissenschaftlers nachzulesen. Ob die Nutzung auch unter Einhaltung von Datenschutzrichtlinien möglich ist, wird ein für Januar geplanter Sammelband zeigen. (Copyright: CAU, Foto: Jürgen Haacks)

Social Media beschäftigen zunehmend auch die öffentlichen Verwaltungen, sei es ass Instrument in der Kommunikation mit Bürgern, als Mittel der eParticipation oder als Mittel der internen Kollaboration.

Schnell taucht hier dann die Frage auf, wie gerade in öffentlichen Verwaltungen mit den Social Media umzugehen ist, wer wie aktiv sein darf und soll – der Ruf nach Verhaltensrichtlinien wird laut.

Dazu hat Sönke E. Schulz vom Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) aktuell die „Social Media Guidelines – Web 2.0 in der deutschen Verwaltung“.

“Das Buch enthält unter anderem Formulierungsvorschläge und Handlungsempfehlungen, die Einrichtungen als Orientierungshilfe für individuelle Richtlinien dienen sollen. [...]
Die aktuelle Publikation berücksichtigt daher aktuelle Anforderungen an die interne und externe Kommunikation und gibt zunächst Empfehlungen, wie soziale Medien eingesetzt werden können.”

In den Empfehlungen werden auch konkrete Formulierungsvorschläge gemacht.

Auch wenn das Werk sich auf Deutschalnd bezieht, so gibt es sicher wertvolle Hinweise für den Umgang mit Social Media in öffentlichen Verwaltungen auch in der Schweiz.

Das Buch ist im Volltext Online als pdf verfügbar.

Citizen ParticipationDas Thema eParticipation bzw. die Online-gestützte Bürgerbeteiligung ist gegenwärtig in aller Munde und auch eines der zentralen Themen dieses Blogs.

Wir möchten auf zwei aktuelle Studien zum Thema hinweisen:

Die vom Centrum für Corporate Citizenship Deutschland herausgegebene Studie “Internet und digitale Bürgergesellschaft” untersucht insbesondere die Möglichkeiten und Wirklichkeiten der Internet-Nutzung durch und für die Bürgergesellschaft.

Abstract:

Ausgehend von der These, dass Social Media ein bislang ungehobenes Innovations- und Synergiepotenzial für bürgerschaftliches Engagement und Partizipation bieten, analysieren Serge Embacher und Alexandra Härtel in der CCCDebatte08 „Internet und digitale Bürgergesellschaft“ die Möglichkeiten und Wirklichkeiten der Internet-Nutzung durch und für die Bürgergesellschaft.

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Im Oktober fand einem Roundtable Gespräch zum Thema Datenmanagement und eHealth statt. Die FHS St. Gallen war durch Rainer Endl vertreten.

In dem Gespräch ging es um “die mannigfachen Aspekte des Datenmanagements und den wirtschaftlichen Einsatz von eHealth-Instrumenten. Zwei Resultate lassen sich vorwegnehmen: Zum einen besteht ein zünftiges Verbesserungspotenzial im Nutzen vorhandener Daten, zum andern waren sich die Experten einig: Effizientes Datenmanagement wird zusehends zum Erfolgsfaktor im Spital-Wettbewerb.

In der Zeitschrift Clinicum wurde jetzt eine Zusammenfassung (pdf) puliziert.

Aufmerksamer Zuhörer an der eGovernment Tagung 2011

Aufmerksamer Zuhörer an der eGovernment Tagung 2011

Am 13. und 14. Oktober fand in Dresden im Stadtmuseum die eGovernment Tagung 2011 mit knapp 100 Teilnehmern statt. Im Folgenden fassen wir einige Eindrücke der Tagung zusammen.

Am Donnerstag beschäftigten sich die ersten beiden Vorträge mit übergeordneten Aspekten von Prozessmanagement in öffentlichen Verwaltungen.

Michael Räckers, ERCIS, stellte die Forschungslandkarte Prozessorientierte Verwaltung (ProVe) vor. Grundsätzliches Ziel dieses Portals ist die Dokumentation von Forschungsergebnissen nach verschiedenen Klassifizierungsdimensionen. Insgesamt wurden knapp 90 Projekte identifiziert. Neue Projekte können jederzeit dezentral zusätzlich erfasst werden. Bisher umfasst das Portal nur entsprechende Aktivitäten aus Deutschland.

Konkrete Zielsetzungen des Portals sind die Bekanntmachung von Forschungsergebnissen sowie die Vernetzung der in diesem Bereich arbeitenden Forschungsinstitutionen. Langfristig soll auf den Ergebnissen aufbauend eine eGoverment-Theorie entwickelt werden.

Räckers stellt kritisch fest, dass viele der Forschungsergebnisse kaum mehr als einmal genutzt werden und dass auch die Nutzung von Standards eine geringe Rolle spielt. Festgestellt wurde auch, dass die Bürgerperspektive kaum eingenommen wird, ebenso werden Sicherheitsaspekte vernachlässigt.

Im zweiten Vortrag stellt Rami-Habib Eid-Sabbagh vom Hasso-Plattner-Institute for IT Systems Engeneering die Nationale Prozessbibliothek vor.

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12-10-2011 12-53-16Welche Rolle spielen die Social Media im aktuellen Wahlkampf ?

Diese Frage diskutierte Hans-Dieter Zimmermann von der FHS St. Gallen in einem Radiobeitrag für das Regionaljournal Ostschweiz auf DRS1. Die Sendung wurde gestern Abend ausgestrahlt.

Der Beitrag ist hier Online verfügbar: Träger virtueller Wahlkampf in der Ostschweiz

Das BAKOM hat Auszüge der Endergebnisse der Delphi-Befragung “Evaluation der Strategie des Bundesrates für eine Informationsgesellschaft” publiziert.

Aus der Zusammenfassung:

“Die 60 Thesen sind in den beiden Delphi-Befragungsrunden überwiegend mit hoher Zustimmung bewertet worden. Mehrheitliche Ablehnungen kamen nicht vor. Da die Fachkenntnis der Teilnehmenden gross war, kann den Ergebnissen der Umfrage eine hohe Bedeutung zugemessen werden. Insbesondere die technischen Trendthesen wurden vorwiegend positiv bewertet. Damit werden relevante Themen für die Strategieanpassung bestätigt. Die Bewertung der Thesen zum Handlungsbedarf des Bundes bzw. Kantone und Gemeinden hingegen ergab ein weniger eindeutiges Bild.

Zu den einzelnen Themengebieten: Die Thesen betreffend E-Kompetenzen, Rechtsgrundlagen und Digital Economy wurden überwiegend zustimmend bewertet, mit deutlichen Mehrheiten für ein Engagement des Bundes (bzw. der Kantone und Gemeinden). Auch in den Bereichen Sicherheit und Vertrauen, IKT und nachhaltige Entwicklung sowie E-Inclusion waren sich die befragten Expertinnen und Experten weitgehend einig über die Relevanz der Thesen, weniger hingegen bei der Bewertung des Handlungsbedarfs. Bezüglich der Thesen zu E-Partizipation, Datenerhebung und Memopolitik belegen wiederum hohe Zustimmungsanteile die Bedeutung der technischen Dimension der Theseninhalte. Die Bewertung zum Handlungsbedarf verweisen jedoch, wie bei den vorher genannten Themengebieten, auf die Notwendigkeit weiterer Diskussionen und Abstimmungen über das technisch Machbare einerseits und das gesellschaftliche Notwendige andererseits.”

Die Studie ist hier verfügbar: Prognos-Bericht Delphi-Umfrage

In der Zeitschrift WIRTSCHAFTSINFORMATIK widmet sich das Editorial der Ausgabe 4/2011 dem Thema eParticipation:  ”Von der Revolution zur Partizipation: Social Media und der demokratische Willensbildungsprozess“.

Der Beitrag spannt einen Bogen vom Social Media – Einsatz bei den Demokratiebewegungen in Nordafrika und dem Mittleren Osten (Facebook Revolution, Jasminrevolution) bis zur Nutzung von Social Media in entwickelten Demokratien einschliesslich einer verstärkten Bürgerbeteiligung an demokratischen Entscheidungsprozessen. Die Entwicklungen werden kritisch reflektiert:

Grundsätzlich gilt es, den vermehrten Einsatz von Social-Media-Diensten im politischen wie auch im gesellschaftlichen Leben als Informationsquelle der Zukunft kritisch zu hinterfragen. Die oftmals eingeschränkte bzw. aus dem Kontext gelöste Sicht auf die Wirklichkeit birgt große Potenziale für Miss- und Fehlinterpretationen bzw. für einseitige und stark verzerrte Wahrnehmungen der Realität. So werden die in Social-Media Diensten bereitgestellten Informationen einerseits durch die implementierten Algorithmen zur Informationsaufbereitung der Dienste selbst (wie z. B. im Fall Facebook) und andererseits durch die selbstständige Selektion der Informationsquellen bzw. Themenfelder (wie z. B. im Fall Twitter) gefiltert bzw. eingeschränkt” (S. 185)

Der Autor leitet daraus Herausforderungen sowohl für die Politik als auch die Wirtschaftsinformatik (WI) als Disziplin ab.

Hans U. Buhl: Von der Revolution zur Partizipation: Social Media und der demokratische Willensbildungsprozess, WIRTSCHAFTSINFORMATIK, Nr. 04. (2011), S. 183-186. (doi: 10.1007/s11576-011-0279-x)

The article is availabe in English as well.

Das Paper “Smart Coping with Stress: Biofeedback via Smart Phone for Stress Reduction and Relapse Prevention in Alcohol Dependent Subjects” der Autoren Edith Maier, Ulrich Reimer, und Monika Ridinger, Chefärztin der Forel-Klinik, ist auf der 24. Bled eConference mit dem Outstanding Paper Award im eHealth Track ausgezeichnet worden.

Abstract:

“The paper presents the design plan for a mobile solution aimed at stress reduction. The solution will be developed by a team of medics, psychotherapists, HCI experts and knowledge engineers and will provide continuous data sensing and feedback about personal stress levels. At the same time contextual and activity information will be captured. Stress management is particularly important for high-risk populations such as former alcoholics to reduce the risk of relapse; they will therefore test and validate the solution. By combining and correlating psycho-physiological data with data on activities (e.g. walking or social interactions) and environment/location (e.g. ambient light) it is expected that sources of stress can be recognised which in turn will allow individuals to either avoid stress-inducing factors or develop appropriate coping strategies. To make sense of the data captured, it is proposed to use intelligent algorithms to recognise patterns in the data streams and semantic technologies to interpret the text messages of users. People with other stress-related health problems such as burn-out, smoking, depression or sleeping problems will also benefit from our research.”

Weitere Informationen sind bei den Autoren erhältlich.

Bled eConference Keyword CloudDie FHS St. Gallen ist auch an der 24. Bled eConference aktiv vertreten (Ankündigung). Die Konferenz findet vom 12. bis 15. Juni in Bled, Slovenien, statt.

Die internationale Konferenz beschäftigt sich mit den verschiedensten Aspekten von ‘e‘. Neben dem Research Track und dem Business Track mit Präsentationen gibt es verschiedene PanelsWorkshops und natürlich Social Events.

Die Konferenz steht in diesem Jahr unter dem Generalthema “eFuture: Creating Solutions for the Individual, Organisations and Society“.

Die FHS St. Gallen ist in den beiden Special Interest Tracks eHealth und Social Media and Web 2.0 vertreten.

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IntegrataStiftungDie Integrata Stiftung setzt sich für die humane Nutzung der Informationstechnologie ein und somit für die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen.

Im Rahmen der Aktivitäten der Stiftung wird regelmässig der Wolfgang-Heilmann-Preis für humane Nutzung der Informationstechnologie ausgeschrieben.  (Bericht über die Preisverleihung 2010)

Die aktuelle Ausschreibung 2011 hat das Schwerpunkt-Thema

Mehr Demokratie durch Informationstechnologie.

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