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Referenzmodellierung
Referenzmodellierung ist schon seit den 90er Jahren in der Wirtschaftsinformatik ein Thema, gewinnt aber in letzter Zeit stark an Bedeutung, da Referenzmodelle in vielen Bereichen als ein Instrument zur Effizienz- und Qualitätssteigerung erkannt werden.

Ein Referenzmodell ist eine Abstraktion von konkreten Modellen. Es gibt Vorgaben und Richtlinien für die Entwicklung eines neuen, unternehmensspezifischen Modells, das schrittweise durch Spezialisierung und Adaption aus dem Referenzmodell entsteht. Ein Referenzmodell orientiert sich in der Regel an Best Practices, so dass diese mit dem Einsatz des Referenzmodells quasi als Nebeneffekt zur Anwendung kommen. Referenzmodelle gibt es u.a. für Prozesse, für Architekturen und für Unternehmensmodelle.

Der Einsatz von Referenzmodellen bringt die folgenden Vorteile:
   -    Anwendung von Best Practices, die sich in dem eingesetzten Referenzmodell widerspiegeln,
   -    Unterstützung bei der Einhaltung von Compliance-Vorschriften,
   -    kleinere Modellierungsaufwände im Vergleich zu einer vollständigen Neumodellierung,
   -    Gewährleistung, dass alle für einen Anwendungsbereich wichtigen Modellaspekte berücksichtigt werden.

Das Institut für Informations- und Prozessmanagement befasst sich u.a. mit der Entwicklung von Referenzmodellen für das Performance Management (z.B. Balanced Scorecard), Referenzprozessen für eine prozessorientierte IT-Abteilung und mit dem Einsatz von Referenzmodellen im E-Government.