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Semantic Web

Das Semantic Web ist die logische Fortführung des bestehenden Internets. Während das heutige Internet Informationen in einer Form bereitstellt, die es einem Computer schwer macht, diese Informationen inhaltlich zu interpretieren und zu handhaben, zielt das Semantic Web auf eine inhaltsorientierte und durch einen Computer verstehbare Form der Informationsdarstellung.

Eine wichtige Rolle spielen dabei sogenannte Ontologien. Eine Ontologie besteht aus Begriffsdefinitionen, die ein innerhalb einer Gemeinschaft geteiltes, gemeinsames Verständnis eines Weltausschnitts beschreiben. Jeder Begriff ist in einer vom Computer verständlichen (d.h. formalen) Form definiert durch Angabe

  • seiner Eigenschaften,
  • seiner Beziehungen zu anderen Begriffen
  • eventuell weiterer Axiome.

Mit Hilfe von Ontologien lassen sich auch Web Services vermehrt inhaltsorientiert charakterisieren, z.B. bezüglich ihres Zwecks, ihres Ergebnisses und der von ihnen benötigten Eingaben. Dadurch lässt sich das Aufsuchen von Web Services und ihr Einbinden in ein Anwendungssystem stärker automatisieren.

Semantic Web Technologie spielt in vielen Anwendungsbereichen eine Schlüsselrolle:

   -   Inhaltsorientierte Informationssuche und -organisation für ein verbessertes Wissensmanagement; 
   -   Integration von Informationsablagen unter einem einheitlichen Informationsmodell;
   -   Interoperabilität von Informationssystemen – organisationsintern oder organisationsübergreifend;
   -   neuartige, hochgradig dynamische Geschäftsmodelle, die dynamische Kooperationen im virtuellen Raum verlangen;
   -   Aufbau von service-orientierten Architekturen (SOA).


Social Semantic Web

Unter Social Semantic Web versteht man die Kombination von Semantic Web Technologie mit sozialer Software, die das Social Networking unterstützen. Darunter fallen u.a. Foren, Blogs und Wikis. Konkrete Anwendungen sind z.B. FOAF, LinkedIn, OpenBC.

Ansätze des Social Semantic Web sind noch relativ jung, spielen aber eine zunehmende Rolle in den Gebieten Wissens- und Innovationsmanagement, E-Learning und ganz generell für das, was man neuerdings E-Inclusion nennt, also die digitale Integration von Personen, Organisationen und geografischer Regionen.

 

Das Institut für Informations- und Prozessmanagement IPM befasst sich mit dem Einsatz von Semantic Web Technologie in den Gebieten Wissensmanagement, Prozessintegration und E-Government. Instrumente des Social Semantic Web werden im Gesundheitswesen evaluiert und weiterentwickelt.